Fr

15

Mär

2019

Herausforderungen

 

Momentan stehen so einige Menschen in meinem Umfeld vor großen, bis sehr großen Herausforderungen. Ob das nun der Job, eine Krankheit oder die Finanzen sind... sie alle haben da so einiges zu leisten.

Heute morgen wurde mir auf einmal etwas sehr klar: jeder von uns hat diese Herausforderungen, die uns manchmal sogar den Schlaf rauben, viele von uns stehen diesen auch mal ganz alleine gegenüber und wenn man mitten drin steckt, dann kann das ganz schön schwer sein. Und was mir noch sehr klar wurde - man kann es keinem abnehmen! Aber vielleicht kann man das Umfeld ein bisschen bunter machen, vielleicht mit kleinen Aufmerksamkeiten ein Gefühl von " ich werde geliebt" erzeugen, vielleicht mit einem offenen Ohr und Zeit die Möglichkeit schaffen, dass da ein bisschen Druck weggehen kann.

Warum das für mich eine so große Erkenntnis war? Weil ein Teil von mir immer noch feststeckte in Kinderschuhen, wo ich meinen Eltern sehr wohl gerne etwas abgenommen hätte und daran beinahe verzweifelt bin, weil ich das ins Erwachsenenleben mitgenommen habe und weil das jetzt vielleicht eine Möglichkeit für mich ist, eine andere, neue Haltung dazu einzunehmen.

Auch mit der Möglichkeit, mich tief vor meinen Eltern zu verneigen, in dem Wissen, sie haben ihr Bestes versucht und auch ihrerseits viel getragen - und sie hatten noch nicht die Möglichkeit wie wir, so vieles zu verändern.

Wer weiß, vielleicht eine weitreichende Erkenntnis für mich - vielleicht auch nicht und trotzdem heute so wertvoll :-)

Fr

22

Feb

2019

eine Welle beginnen

Über diese Idee stolpere ich immer wieder, bei allen möglichen Menschen, die schreiben - über Lifestyle, Achtsamkeit, Glück.

Es geht darum, irgendeinem Menschen eine Freude zu machen und ihn anzuregen (oder auch nicht!), wieder seinerseits eine Freude weiter zu geben... um damit bestenfalls eine kleine Welle von Freude in Bewegung zu bringen, die die Welt ein kleines bisschen freundlicher und damit dann auch friedlicher macht.

 

Seit 4 Wochen versuche ich es nun, um heute vor einer Herausforderung oder sollte ich besser sagen Gelegenheit zu stehen, an der ich erst einmal gescheitert bin. Das Scheitern war mein Zögern, meine Gedanken, die mir einen Strich durch den spontanen Impuls gemacht haben: Wie jeden Freitag stehe ich am Wagen des Vilstalschäfers, um Yoguth und ähnliches fürs Wochenende zu kaufen. Vor mir ein Mann, keine Ahnung wie alt, vielleicht Italiener, Grieche oder auch anderer Südländer mit einem für mich schönen Akzent. Um es abzukürzen, für das 2 Stück Fleisch ist in der Geldbörse nicht mehr genügend drin. Spontan möchte ich sage, das übernehme ich mit - die Woche war gut, warum nicht?! Aber dann ruft es schon in meinem Kopf: halt, vielleicht fühlt er sich damit unwohl, vielleicht sieht das gönnerhaft aus... bla, bla, bla... so verstreicht diese Gelegenheit. Er läßt einen Teil seiner schon gezahlten Sachen gedankenverloren stehen und so kann ich ihm wenigstens hinterher rufen und ihm die Sachen schließlich in den Korb packen. Als Dank bekomme ich ein wunderschönes Lächeln und einen offenen und ehrlichen Blick... den ich meinerseits weitergebe an jede Kassiererin, auf die ich treffe - als bewusstes: Du bist gesehen, danke, dass Du diese Arbeit machst, danke, dass auch du zu mir freundlich bist...

 

Ich weiß genau, das Leben wird mir weitere Gelegenheiten schicken und vielleicht kann ich dann über meine Schatten springen?! Ich werde es versuchen :-)

Do

06

Dez

2018

Kündigung

"Würdest Du Deinen Job als Mama manchmal gerne kündigen?"

klingt die Frage aus dem Esszimmer in die Küche.

Ja, gute Frage... im ersten Moment hätte ich da am liebsten mit JA! geantwortet - ganz ehrlich, der Spass an diesem Job hält sich gerade in Grenzen. Er ist - sagen wir mal - herausfordernd... Momente, in denen ich daraus wirklich gerade Kraft ziehe sind Glückssterne.

 

Die Frage geht mir nicht aus dem Kopf. Sie begleitet mich den Tag über. Am Nachmittag wird die passende Antwort in meinem Kopf und meinem Herz immer klarer: Nein, ich möchte diesen "Job" nicht kündigen, auf keinen Fall, was ich mir allerdings sehnlichst wünschen würde sind ein paar zuverlässige "Mitarbeiter", die selbstständig "arbeiten" ;-))

 

Tja, das schreibe ich dann wohl auf die Wunschliste fürs Christkind. Wer weiß, man darf nie aufhören, an Wunder zu glauben. :-)

Sa

24

Nov

2018

Schritte

In den letzten 2 Wochen durfte ich gleich 2 Kurse zum Thema Zen Meditation halten und vielleicht haben sie sogar bei mir wieder mal am allermeisten in Be-Wegung gebracht?!

Jedenfalls war es wunderschön zu sehen, wie schnell sich die verschiedenen Teilnehmer darauf einlassen konnten und wie viel vor allem die Gehmeditation zwischen den Sitzeinheiten bewegten. Dieser Wechsel von stillem Sitzen und langsamer Gehmeditation ist wohl etwas, das nicht nur den Mönchen vor vielen tausend Jahren schon gut getan hat.

 

Mich hat es zu dem Gedanken geführt, wie es wohl wäre, wenn ich jeden SCHRITT in meinem Leben einfach als den nächsten genießen könnte. Nicht nur das Ziel, das es scheinbar immer wieder zu erreichen gilt, sondern vor allem den Weg dorthin. Natürlich kenne ich schon lange den asiatischen Spruch "der Weg ist das Ziel", aber nie war mir dessen Bedeutung so bewußt, wie in den letzten Wochen. Wie viel geht uns verloren, wenn wir unsere Wege nicht bewußt gehen. Im Außen, wie im Innen.

Und deswegen versuche ich momentan immer wieder bewußt langsam zu gehen, im tatsächlichen und im übertragenen Sinne und finde das gerade ausgesprochen spannend.

 

 

Fr

09

Nov

2018

Immun Shot

Wenn das Landei sich in die Stadt begiebt, dann kommen ... in diesem Fall neue kreative Ideen dabei heraus!

Heute vormittag durfte ich bei Estella assistieren, schnippeln und kochen und dabei lernte ich auch ihre Variation des Ingwer-Immun-Shots kennen:

 

Ingwer- und Kurkumaknollen  zu gleichen Teilen gut abschrubben (Schale kann bei beiden dran bleiben), je eine geschälte Orange und Zitrone dazu (also nicht nur den Saft), alles in den Hochleistungsmixer, so lange, bis alles sämig ist. Fertig. Kleine Warnung, das ist nichts für Weicheier, da ist richtig Power drin und meinem Gefühl nach geht er direkt in die Blutbahn :-))

 

Der perfekte Start in den Tag und die perfekte Hilfe für die nebelige Novemberzeit!

 

Viel Spass beim Ausprobieren

Sa

03

Nov

2018

Das bringt nichts...

... in einigen Gesprächen der letzten Tage fiel das immer wieder. Das "bringt" nicht wirklich was. Dieses BRINGEN war bezogen auf den allgemeinen Wert in der Gesellschaft. Es war bezogen auf die vielen kleinen Dinge des Alltags, die vielen Dinge, die Mütter oder Großmütter stemmen, organisieren, leisten, ohne dass es dafür gesellschaftlich Anerkennung geben würde.

Auch mir ging es ähnlich. In den Ferien gab es einen Backkurs für die Yogakinder, zu dem sich allerdings nur 2 Teilnehmer anmeldeten. Jetzt war also für mich die Frage: halten oder nicht. Wirtschaftlich gesehen macht es keinen Sinn. In Sachen Herzangelegenheiten macht es sehr viel Sinn. Dieses Unternehmen spukt mir schon lange im Kopf herum und bisher konnte ich mich immer nicht dazu aufraffen, weil es ja doch einiges an Vorplanung braucht und weil mir mein ewiges Hindernis - nicht genau wissen, wie es geht - im Weg war. Diesmal habe ich mich darüber hinweggesetzt und wir hatten viel Spass zusammen. Den Kindern hat es Spass gemacht und mir auch - und ist das nicht genug? Es hat ein warmes, freudiges Gefühl hinterlassen und ein neu gewonnenes Wissen, wie es gehen könnte. Also viel Gewinn auf vielen Ebenen. Die zwei würden wiederkommen..

Jetzt geht es für mich nur noch darum, weiter an meiner Definition von BRINGEN zu arbeiten. Die alten abzulegen, mir neue zu-zulegen und sie mit Leben zu erfüllen...

 

Und vielleicht jeden Tag etwas zu tun, das jemand anderem gut tut und mir damit auch Freude BRINGT. Und heißt es nicht immer der Rest kommt dann hinterher??

 

Möge der Tag uns allen reichen Segen und viel Freude BRINGEN - ach ja, fast hätte ich es vergessen:

ANNEHMEN gehört da auch noch dazu :-))))

Do

27

Sep

2018

Mama...

 

wann kommst Du?" höre ich einen halb hilfesuchenden und halb anklagenden Ton aus dem anderen Ende der Leitung.

Das Gespräch erreicht mich auf der Liege der Osteopathin meines Vertrauens. Normalerweise ist da mein Handy stumm, oder ich gehe nicht ran, aber heute...

Am anderen 'Ende ist meine große Tochter, deren Grauen ich förmlich durchs Telefon fühlen kann, als sie mir erzählt, die kleine Schwester hätte bei einer Freundin Apfelstrudel gegessen, sich dann auf ein ziemlich schnelles Karussel auf dem Spielplatz gesetzt und ja, dann den Kücheneingang vollgekotzt...

 

Wir zwei Rabenmütter am anderen Ende und weit weg von der ganzen Bescherung können nicht anders und müssen lachen. Nein, es dauert noch ein bisschen, bis ich nach Hause komme.

 

Zuhause finde ich zwei aufgeräumte Kinder und einen gedeckten Tisch vor. Sie hätten alles beseitigt, die Haare sind auch wieder frei von allen Resten und es sei so schön, dass ich wieder da bin...

 

Ein bisschen später erzählt mir meine Große ganz stolz, wie sie das Dilemma gemeistert hatte - mit Einmalhandschuhen, einer Wäscheklammer für die Nase, Desinfektionsspray und ganz viel Melonen Körperspray. Ich bin stolz, dass die zwei das gut hinbekommen haben, was ich durchaus nicht als selbstverständlich ansehen - und damit ich auch noch etwas davon habe, haben sie mir den Putzeimer mit allem drin stehen lassen - Gott sei Dank draußen ;-))

Mi

26

Sep

2018

Ent - Täuschungen

Einer der letzten Tage war dem Thema ENT - Täuchungen gewidmet... offensichtlich, denn das Thema kam aus sämtlichen Blickwinkeln auf mich zu, wie die Pilze im Wald, die momentan - trotz des trockenen Sommer und wider aller Unkenrufe - zahlreich sprießen.

 

Begonnen hatte der Blick auf meine Enttäuschungen - also, nicht die, die ich erlebt habe, sondern die, die ich verursacht habe. Grund dafür war das Interesse von 2 Männern (also, nicht alle auf einmal ;-)) an mir. Bei genauerem Hinsehen wurde mir klar, dass sie etwas in mir sehen oder wahrnehmen, das ich wohl ausstrahle, das ich aber nicht wirklich bin... und über diesen Weg bin ich (wie der liebe Herr Betz sie so schön nennt!) bei meinen EXEN gelandet. Besonders der Vater von Sophia hat in mir etwas gesehen, oder von mir erwartet, dem ich so gar nicht entsprechen konnte...(was ich im übrigen genau so intensiv praktiziert habe...), wie auch umgekehrt, aber jetzt, aus seiner Sicht, verstehe ich die Enttäuschung, die bei ihm bis heute anhält. Es scheint wie ein Versprechen gewesen zu sein, das ich nicht erfüllt habe. Und das er sich selber gegenüber scheinbar auch nicht erfüllen kann, sonst wäre unser Verhältnis heute vielleicht entspannter??

 

Darüber bin ich bei meinem Dauerbrennerthema gelandet - meinen Eltern. Auch jetzt war es wieder ein anderer Blickwinkel,eine neue Sicht auf die Dinge. Es war die Sicht auf deren eigene Enttäuschung sich selber gegenüber, wenn sie ein sich selber gesetztes Ziel wieder einmal nicht erreichten, wenn die Sucht so viel stärker war, als der eigene Wille, wenn sie dann in meine enttäuschten Augen schauten... Aus diesem Blickwinkel betrachtet hat es in meinem Herzen unendlich viel Mitgefühl erzeugt und wie gerne würde ich den beiden noch sagen: ihr habt euer allerbestes gegeben und es immer wieder versucht und heute weiß ich, dass ihr in euren Bemühungen herzlich wenig Unterstützung hattet...

 

Die Große ist enttäuscht, weil eine Freundin so anders reagiert, als erwartet und ich... ja, ich bin unglaublich dankbar für diese Einsichten, für ein Verständnis, das ein Loslassen so viel einfacher macht. Und ich hoffe, dass mir das eine Weile im Gedächnis bleibt, um bei einer Ent-Täuschung den Blick darauf zu wenden, was ich denn da erwartet hatte und vor allem warum. Ob ich diese erwarteten Dinge vielleicht in mir selber finden kann, oder einen weicheren Blick auf den anderen richten darf mit einem Verständnis von seinem Möglich- und Zuständigkeiten. Denn fataler weise erwarten wir vom anderen oft, dass er einen Mangel bei uns behebt - dann müssten wir es nicht selber tun... ;-))

 

Also - eigentlich finde ich Ent - Täuschungen unter der Betrachtungsweise gar nicht mehr so schlimm, vielleicht sogar spannend?!

Do

20

Sep

2018

Fett pur - Nutellabutter

 

Wie gesagt - Fett pur, aber gerade konnte ich mich sehr schwer vom nächsten Löffel trennen... selbst gemachte "Nutella"-Butter.

 

Man nehme:

je ein Teil Butter und Haselnussmus (meins war von Rapunzel),

Rohkakao, Birkenzucker nach Belieben und eine Prise Vanillepulver, alles gut durchrühren - Fertig. Lecker und auch noch relativ gesund...

 

Vor allem, nachdem ich jetzt weiß, dass zum Abtransport von Giftstoffen im Körper gesättigte Fette (also z.B. Butter) hilfreich sein können. :-))

 

Einen wunderschönen süßen und sonnigen Tag Euch allen!

Di

18

Sep

2018

Herzensdinge

Tue, was Dein Herz zum Strahlen bringt - so sagt es der liebe Herr Betz immer wieder in seinen Vorträgen.

Ja, ein guter Vorsatz, aber manchmal gar nicht so einfach...

 

2 Jahre habe ich nach jemandem gesucht, der mit uns ein Baumhaus baut. Ok, zuerst wollte ich es bauen lassen. Die Vorstellung, es gemeinsam zu tun, war in den Erlebnissen der Jahre davor schlicht nicht mehr in meinem Hirn vorhanden gewesen.

Aber es lies sich niemand finden....

Bis vor 2 Monaten der Mann einer Freundin spontan sagte: Ja, ich habe Lust, mit euch dieses Haus zu bauen. Gesagt, getan - uns so haben wir letzen Samstag angefangen ein Häuschen zu bauen. Wir haben gestrichen, gesägt, die Fundamente für die Stützpfeiler betoniert... Und jeder, dem ich davon erzähle kann das Leuchten in meinen Augen sehen, die Freude, die dieses Projekt macht.

 

Ein Hauptteil dieser Freude ist jedoch in der Art und Weise des Freundes begründet. Es ist der Spass, den er selbst an der Gestaltung und Umsetzung von diesen Dingen hat. Ein kreativer und handwerklich begabter Mann, durch und durch, geduldig und humorvoll - ja und dann kann gemeinsam arbeiten ja nur noch Spass machen.

Also - wenn ich da genau hinschaue, dann ist das Baumhaus, das zweifelsohne ganz toll werden wird das eine - ein großer Teil dieser Herzensangelegenheit ist, dass ich gemeinsam mit meinen Kinder und Freunden mit Spass etwas aufbauen kann. Es ist die Freude über Seelenverwandte, die da mein Herz so sehr zum Strahlen bringt.... :-))

 

 

Do

30

Aug

2018

auf Bäumen sitzen

.... das habe ich als Kind immer gerne getan.

Dann ist mir das irgendwie abhanden gekommen, aber die Affinität zu Bäumen blieb erhalten. Irgendwie hat es mich immer wieder irritiert, dass es mir nie wirklich geholfen hat, mich unten an einen Baum zu setzen, oder mich anzulehnen.

 

Gestern ging mir etwas sehr zu Herzen und einem Impuls folgend bin ich in den Obstgarten meiner Kindheit. Dort habe ich Äpfel gepflückt und eben über Bäume nachgedacht. Den Apfelbaum von damals gibt es nicht mehr und die anderen waren zu hoch oder von Brennesseln umwachsen - da habe ich mir eben mit einem großen Stapel Baumstämme beholfen. Und dort oben wurde es mir dann wieder klar - ich sitze so gerne in Bäumen, weil ich dort oben geschützt bin, da bin ich nicht gleich sichtbar und auch nicht so ohne weiteres greifbar... ja, ein Zufluchtsrelikt aus Kindertagen... was soll ich sagen, es hat immer noch geholfen, nachher war mein Herz wieder ruhiger, meine Seele wieder ausgeglichener.

 

In Schäftlarn gab es da einen ganz wunderbaren Baumplatz in den Ästen von 2 Holunder und 1 Weißdorn, die ineinander gewachsen waren. Eine ganz wunderschöne Energie... die hatte den Zugang zu dieser Kraftquelle wieder frei gemacht. Wie schön ist es doch, wenn die Natur die Seele streichelt :-)

 

Sa

25

Aug

2018

Der Küchentisch meiner Freundin

 

Hier sitze ich nun, am Küchentisch meiner Freundin im schönen Schäftlarn, einen Espresso aus einer fantastischen italienischen Espressomaschine, Fichte-Natur-Bretter unter meinen Füßen, Kinder, die sich in "ihre" Zimmer zurückgezogen haben... Und in meinem Körper breitet sich ein unglaubliches Gefühl von Dankbarkeit und Freude aus... wie wunderbar ist es, dass es da eine Freundin gibt, die in so einer wunderbaren Umgebung lebt und deren Haus wir für ein paar Tage nutzen dürfen! Sie ist mit ihrer Familie in Urlaub - und wir dürfen hier sein. Welch ein Glück. Heute Abend darf ich in ein Bett gehen, dass einen Blick über grüne Wiesen hat, die Berge ganz in der Nähe. Die Pferde in der Koppel nebenan...

Und irgendwie schleicht sich die Frage in meinen Kopf, wie wäre es wohl, tatsächlich so zu leben???

Ist das zuviel verlangt vom Leben? Können solche Wunder wirklich passieren...???

Mo

20

Aug

2018

Ein 'Bett im Garten

 

Es geht bergauf, wenn auch nur Schritt für Schritt. Natürlich könnte ich die Warnzeichen ignorieren und einfach "machen", aber das will ich nicht. Nicht noch einmal ein Rückfall. Also gebe ich mehr Ruhe, als ich mir gerne zugestehen würde und versuche meinem Körper die Zeit zu lassen, die er braucht.

Warum gehst Du nicht ins Bett und schläfst?? fragt mich mein Teenager, die ihr Bett zurzeit so sehr liebt und für die draußen sein eindeutig überbewertet ist.

Ich bin ja nicht krank - also nicht in dem Sinne, dass ich mich in einen verdunkelten Raum begeben würde. Nicht freiwillig, nicht im Sommer. So habe ich mein Bett eben nach draußen verlegt - je nach Tageszeit unter die Linde oder den Kirschbaum. Ein dickes Kissen, eine dünne Decke, genug  zu trinken und Bücher, Schreibzeug, Zeitschriften.... alles Dinge, die so lange viel zu kurz gekommen sind. Und dort kann ich jetzt eintauchen, in meinen wunderschönen Garten, in die Natur, in eine gewisse Ruhe. Dort fühle ich ein Umsorgtsein, das ich im Haus nicht spüren kann, dort darf ich einfach "nicht funktionieren", da bewertet mich keiner, da bin ich niemandem eine Last. Momentan empfinde ich es als unendliches Glück, in so einer Umgebung sein zu dürfen, die Möglichkeit zu haben, draußen mein Lager aufzuschlagen, die Zeit zu haben, dem Pulsschlag der Natur zu lauschen.

Drinnen bleibt vieles liegen, aber das stört mich nicht. Was würde es bringen, ausßer Unruhe, wenn es mich belasten würde. Ich weiß, ich werde wieder fit und dann habe ich wieder Kraft und bis dahin .... - versuche ich mich fallen zu lassen in die beruhigenden Arme meines Gartens :-)

Sa

18

Aug

2018

Freunde

Ja, wer wäre ich nur ohne sie?

Seine Familie kann man sich nicht aussuchen, seine Freunde schon... so heißt es. Nein, das geht jetzt gar nicht gegen meine Familie, sie ist nur einfach ziemlich inaktiv in meinem Leben - woran auch immer das genau liegen mag.

Was tut man denn nun, wenn dem halt so ist und man aber, wie ich seit fast einer Woche auf Hilfe von außen angewiesen ist? So gut sich das mit den Zahnimplantaten anließ - seit einer Woche ist da im Kiefer etwas rebellisch, das bisher nicht zu beruhigen ist. Ob sich da die Kiefernhöhle zu sehr bedrängt gefühlt hat, der Knochen mit der brachialen Gewalt nicht einverstanden war oder was auch immer, da sitzt eine Entzündung, die sich bisher auch den mediatorischen Versuchen des Antibiotikas wiedersetzt hat.

Gesten Nachmittag kam Fieber dazu. "Sie bekommenn Fieber - jetzt, am Freitag um halb 4???!!!" höre ich die sichtlich genervte Stimme der Arzthelferin. Ja, kann man Fieber denn auf die Öffnungszeiten der Ärzte abstimmen? Sie fragt Frau Doktor - und ich soll so schnell wie möglich da sein. "Wir schneiden das jetzt doch auf, legen eine Drainage und wechslen das Antibiotikum"... gesagt getan, eine halbe Stunde später darf ich wieder nach Hause fahren.

Na ja und zuhause "nerve" ich weiter meine Minifamilie, die so gar nicht gewöhnt ist, dass Mama nicht funktioniert. Aber sobald ich mich zuviel bewege fängt es im Kiefer an zu pochen... Also, Ruhe.

 

Wie gut, dass es Freunde gibt. Die Freundin, die immer wieder kommt und "Händchen" hält, die, die weit entfernt ist und immer ein offenes Ohr hat, der beste Kumpel, der gießt, wie immer Fahrdienste für die Kinder macht und einkaufen geht.... und noch andere mehr.

Und dieses Netz gibt eine wunderschönes Gefühl von Getragen-Sein, Liebe und Fürsorge, die besten Voraussetzungen, um wieder gesund zu werden und ein weiches Gefühl von Dankbarkeit zaubert.

DANKE Ihr Lieben!

 

Mo

13

Aug

2018

Zentrieren

Es gibt viele Leute, die gehen gerne shoppen.. ich nicht. Mich stresst das. Vor allem, wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin und diese dem Shoppingwahn nahe sind. Da ist gefühlt kein Halten mehr...

Wir stehen im neu eröffneten Müller. Zuerst sind es die Buntstifte, die Kleine braucht gaaanz dringend ein doppeltes Federmäppchen. Ohne das geht es gar nicht mehr - Mama, du verstehst mich einfach nicht. Den Spruch höre ich übrigens noch einmal, als es abends um das Fernsehprogramm der Großen geht. Unglaublich, was man so alles gaaanz dringend zum Leben braucht.

In der nächsten Etage ist das Playmobil Paradies. Nun sitzen beide vor einer Auswahl - am Boden! (die Familiengewohnheiten lassen grüßen) und versuchen eine Entscheidung zu treffen. Dabei ist mehr als genug davon zuhause... aber was soll ich sagen, in meinem Kleiderschrank wäre auch genug und trotzdem landet dort immer mal wieder ein neues Teil.

 

Was bei mir immer sehr schlechte Voraussetzungen sind, wenn ich dann auch noch Hunger bekomme und viele Menschen um mich herum sind.... da fällt mir Gott sei Dank wieder ein Tipp von Vilas ein, wenn er mal nicht mehr wirklich zentriert ist:

beide Füße fest in den Boden drücken, zum Beckenboden hin einatmen und sich auf einen Punkt dort konzentrieren - und dann wieder die Energie nach allen Seiten rausschicken und das ein paar mal hintereinander wiederholen.

Und es wirkt. Jetzt bin ich wieder viel entspannter und überlege, ob man denn mal anregen sollte, Sessel und einen Kaffeeautomaten für wartende Eltern aufzustellen - um sich die Zeit der Entscheidungen der Sprösslinge zu verkürzen....

Do

09

Aug

2018

Zitronensorbet in weißem Mantel

Saft von 3 Zitronen

30 g Zitronenmelisse (20 g reichen auch)

100 g Birkenzucker (also, das reicht mir...)

1/4 TL Johannisbrotkernmehl

1/4 TL Guarkernmehl

 

Zitronensaft, 300 ml Wasser und die Zitronenmelisse im Hochleistungsmixer fein pürieren, die restlichen Zutaten zufügen und noch einmal gut durchmixen.

 

Nun die Masse in Pralinenförmchen füllen und durchgefrieren.

 

Für den "weißen Mantel":

250 g Rohkakaobutter, geschmolzen

140g Macadamianüsse (günsitger Alternative, Mandeln geschält)

ca. 60- 80 g Birkenzucker

 

alles im Hochleistungsmixer glatt rühren.

 

Wenn die Eispralinen durchgefrohren sind, diese einzeln in die "weiße Schokolade" tunken und noch einmal in das Gefriergerät.

 

Das alles geht natürlich auch mit Eis am Stiel Formen.

 

(die Rezepte sind entliehen aus Super Food Eis von Kerstin Pooth und aus Eiscreme mal anders)

 

SEHR LECKER!! Und auch noch ein bisschen gesund... :-))

 

 

Ach ja, nachhaltige Eisformen für Eis am Stiel gibt es von ONYX...

Di

07

Aug

2018

Pfirsichmarmelade

Vor ein paar Tagen habe ich Pfirsiche geschenkt bekommen. Dick und prall und süß. Himmlisch.

Auf der Suche nach Rezepten bin ich auf eines mit Zitronenthymian gestoßen. Sehr lecker kann ich nur sagen :-)

Ganz einfach: 1 kg Obst, Gelierzucker 2:1, Saft einer Zitrone, etwas Abrieb, die Blättchen von 3 Stängel Zitronenthymian. Fertig. Um die Blättchen unsichtbar zu machen habe ich alles püriert :-)

 

Da ich selber ja solche Marmelade nicht essen gibt es natürlich auch eine Variante mit Birkenzucker. Für diese habe ich die entsprechende Menge Birkenzucker und Geliermittel ohne Kochen verwendet. Das ganze also kaltgerührt und etwas "gesünder". Hält halt nicht wirklich lang,hat aber den Kindertest bestanden und wenn man ein paar Pfirsiche eingefriert kann man bei Bedarf wieder frische Marmelade machen.

 

Viel Spass beim Ausprobieren.

Mo

06

Aug

2018

Gehrinforschung

Ein Thema das mich sehr interessiert, das ich liebe, über das ich gerne lese und über das es mittlerweile Literatur aus allen Richtungen gibt. Immer mehr verknüpfen sich die Denk- und Fachrichtungen, um tiefer in unseren Computer zu schauen und vielleicht immer wieder ein bisschen mehr zu verstehen, wie er funktioniert.

So haben Forscher herausgefunden, dass die Einstellung zu Medikamenten einen erheblichen Effekt auf deren Wirksamkeit hat.

Da wurde den einen ein Plazebo als das neueste auf dem Markt verkauft und hatte gute Erfolge, während andere Tabletten mit Wirkstoff bekamen und diese als Placebo bezeichnet wurden - und siehe da, die Medikamente entfalteten nur einen Bruchteil ihrer Wirksamkeit.

 

Wie ich darauf komme? Ich bin immer noch mit den Zahn-Implantaten ;-) zugange, nehme jeden Tag schön brav mein Antibiotikum und spüle - okay - mittlerweile mit Salbeitee.

Da ich ja immer gerne Dinge ausprobiere, habe ich mich jetzt entschieden, das Antibiotikum als meinen Freund und Helfer zu sehen und nicht als etwas, das meine Darmflora gleich mit abschießt. Ausserdem die Implantate als Verstärkung und neue Teammitglieder in meinem Mund und nicht als Fremdkörper, die wieder irgendwelche Störzonen verursachen können.

 

Obs was bringt? Eigentlich egal, ich finde diese Denkweise sehr viel entspannter, als meine alte und nach asiatischer Sicht ist ohnehin der Weg das Ziel :-)

 

Sa

04

Aug

2018

Implantate

Gehts dir nicht gut? fragt mitfühlend der Sohn einer Freundin. Nein, ich habe gestern Implantate bekommen, und die quälen mich noch (was eine dicke Hamsterbacke deutlich sichtbar macht).

"Aha! Welche Implantate??" Ja, es muss wohl an den Hormonen des Jungspunts liegen... "Zähne" erwiedere ich leicht amüsiert, was ein "ach so" als Kommentar und ein herzhaftes Lachen seiner Mutter hervorruft.

Komisch, eine Bekannte hatte mich das auch schon gefragt....

 

Wenn ich mir denke, was das wohl an Schwellungen und Schmerzen nach sich ziehen würde - und wofür???... Bei den Zähnen habe ich wenigstens die Hoffnung, dass ich dann wieder kraftvoll zubeissen kann...

 

Jedenfalls war es mir wieder eine Lehre, wie sehr man doch auf die Wortwahl achten sollte. Wobei es mir schon zu denken gibt, was die Leute mir so alles zutrauen... ;-))

Do

02

Aug

2018

Händchen halten

Da liege ich nun auf dem Zahnazrtstuhl, schön gebettet, mit Jod desinfiziert und die rechte Kieferhälfte todgespritzt, damit ich Messer, Bohrer und Hammer auch ja nicht spüre.

Neben mit 2 nette Helferinnen, eine schon "steril", die andere wohl nur zur restlichen Organisation da.

Ich bin in Sachen Schmerzen ein riesengroßer Schisser. Ja. So ist das. Punkt. Nachdem der Operateur noch auf sich warten lässt und sich mein Herzschlag langsam langsam wie ein Submoover anfühlt frage ich die Damen, ob den ggf. eine meine Hand halten könnte. Zwei große und etwas irritierte Augenpaare schauen mich zweifelnd an. Ob ich denn keine Entspannungstablette bekommen hätte ? Nein - die hat mich beim ersten Mal schon  nicht entspannt, dafür 5 Tage nach dem Eingriff noch immer gequält. Es gäbe auch einen Stressball zum Kneten....

"Nein, ich will einfach nur eine Hand halten dürfen!"... Die jungen Damen haben sich wohl ihren Teil gedacht, aber unter der OP hat dann doch eine meine wedelnde Hand festgehalten.

 

Menschlieche Zuwendung und Wärme ist das einfachste aller Beruhigungsmittel und noch dazu garantiert nebenwirkungsfrei. Und man wächst darüber nie hinaus - egal, wie alt man ist. Wobei sich mir die Frage stellt, darf man in unserer Sonnenscheingesellschaft vor einer OP, die einem das Kiefer aufstemmt, Fremdkörper dort verankert und den Körper noch dazu mit Medikamenten vollpumpt überhaupt Angst haben?

Mich hat diese Hand beruhigt, genau so wie der Herr Mittermeier, den ich lautstark über meine Ohrsöpsel hörte und der mich trotz des Gehämmeres in meinem Kopf immer wieder lachen lies...

 

Also, sollte wirklich ein Arzt das lesen... Händchenhalten hilft. Bringt es euren Helferinnen als erstes bei. Ich bin der Überzeugung, es würde unser Gesundheitssystem entlasten :-)

Sa

21

Jul

2018

Achtsamkeit

Wieder einmal verstehe ich, warum ich so sehr von Yoga und Meditation und Achtsamkeit begeistert bin und es gerne auch gleich anderen nahe bringe - sozusagen als Verfestigung für mich selbst ;-))

Da stehe ich in meiner Küche und bereite das Mittagessen vor. Im Kopf habe ich noch die äußerst vergnüglichen Gespräche des Vormittags. Also stehe ich, Karotten schälend und schneidend, in Gedanken versunken... bis irgendwann in meinem präfrontalem Cortex - schön nicht, das ist der Teil des Gehirns, der u.a. für eine "situationsangemessene Handlungssteuerung" zuständig ist - die Meldung ankommt: bitte mal überprüfen, in welchem Topf die geschnittenen Karotten eigentlich landen...

Ja... die waren doch glatt mittlerweile 3 mal mit viel Elan in der Kompostschale und nicht in der dafür vorgesehenen und daneben stehenden Ofenform gelandet. Soweit zu Präsenz und Achtsamkeit. Dafür habe ich dann die Karottenstückchen eins nach dem anderen sehr achtsam wieder aus der Kompostschale gepickt und umgebettet...

 

Was man beherrscht, das lebt man, was man lernen will, das lehrt man. Vermutlich werde ich noch eine ganze Weile Yoga unterrichten ;-))

Fr

13

Jul

2018

Naturkosmetik

Vor ca 2 Jahren habe ich mir ein Buch über Naturkosmetik gekauft, das damit warb, man könne die Reste dann auch einfach aufessen...

Mit solchen naturnahen Dingen kann man mich meist gut locken und so steht das gute Ding jetzt in meinem großen Fundus an Möglichkeiten, was ich dann alles mal ausprobiere, wenn ich Zeit und Muse habe...

Was soll ich sagen... bisher haben mich die Rezepte daraus nicht wirklich umgehauen, aber immer wieder sehr belustigt. Der erste Versuch war Waschcreme, die hauptsächlich aus weißer Schokolade und grüner Tonerde bestand. Hat natürlich sehr lecker gerochen und ehe ich mich versah hatten meine Kinder die Finger drin und haben das Ganze aufgegessen. Die Heilerde hat sie dabei nicht gestört ....

Ein weiterer Versuch mit einem "Shampoo" führte zu ganz unansehnlichen Haaren und dem Griff zum Althergebrachten.

Nächster Versuch: Zitronen-Holunderblüten-Deo mit Natron. Riecht wunderbar, garantiert aluminiumfrei und schön gelb.... das war es leider auch auf der Kleidung. Wunderschön gelbe Ränder unter den Armen - ging Gott sei Dank beim Waschen wieder raus!

 

Letzter Versuch gestern Abend: Himbeer-Waschgel

Ok, das erste war eine Lektion in Achtsamkeit, hatte ich doch den Topf wieder einmal unbeaufsichtigt auf dem Herd stehen lassen, denn ich will ja nur kurz.... Ein intensiver Duft lies mich in die Küche zurücklaufen - meine Kinder hätten ihre Freude gehabt. Pinker Glibberschleim quol aus dem Topf auf die Platte. So glibberig, dass man ihn tatsächlich wieder in den Topf zurückheben konnte! Ja, dann sollte man das Ganze noch filtern - der Glibber wiederstand jedoch allen Sieben... tja, das Zeug riecht gut, schmeckt nach Himbeergelee und macht tatsächlich weiche Haut.

 

Fazit? Ich werde weiter ausprobieren, einfach weil es Spass macht, weil es mich immer wieder zum Lachen bringt und weil es meine neugierige Kinderseele erfreut :-)))

 

Mi

30

Mai

2018

Der Blick der Ruhe

Wohin wir unseren Blick wenden, das bekommt Gewicht... etwas, das man immer wieder liest im Zusammenhang mit Achtsamkeit, aber auch Wunscherfüllung und Zielsetzungen.

 

In den letzten Wochen ist mir vermehrt aufgefallen, welche Wirkung der Blick auf eine Blume, einen Vogel oder einfach nur Grün haben kann. Gerade, wenn es in meinem Kopf einmal wieder rund geht, meine Gedanken toben und ich wieder einmal weit entfernt von ruhender Mitte bin und dann mein Blick eher zufällig auf eine schöne Blume fällt, können sich Wut und schlechte Laune nicht mehr wirklich halten. Sind sie doch nur "Gedanken", flüchtig, vielleicht nicht einmal wahr, die Schönheit vor meiner Nase ist dagegen sehr gegenständlich und anfassbar.

Mittlerweile mache ich mir das immer öfter bewusst zu nutze, das Verweilen meines Blickes auf der Natur - und es tut einfach nur gut und macht ruhig, denn die Natur kennt weder Wut noch Hektik....

Probiert es gerne mal aus :-)

Fr

11

Mai

2018

Wut und Gehen

Einer meiner Lieblingslehrer ist Thich Nhat Hanh, ein buddistischer Zen-Mönch, der Achtsamkeit, Sitzen und Gehen vermittelt...

 

Wie rät er so schön: wenn wir wütend sind, dann sind wir achtsam mit uns selbst, wir reden nicht, sondern üben uns in achtsamen Gehen, solange bis es uns klar ist, worum es überhaupt geht und was unser Anteil daran ist und wir eine liebevolle Sprache dazu finden...

 

Ja, auf jeden Fall erstrebenswert, wenn es mir denn mal gelingt, dann bin ich davon ganz begeistert, aber leider bin ich ein impulsiver Widder und der Mund meinem Hirn näher, als meine Füße und so sind wütende Worte oft schon mal raus, bevor überhaupt auch nur ein Hauch von "Gehen" in meinen Füßen ankommt...

 

Drum gehe ich jetzt achtsam in meinen Garten und übe schon mal ... vielleicht kommt es dann meinem Gehirn ein bisschen näher?!

Sa

28

Apr

2018

Lebensträume

Gestern hat mir eine Frau, die ich sehr schätze und sehr gerne mag ihren Lebenstraum anvertraut... Ich war hin und weg. Es ist toll, wenn jemand einem soetwas anvertraut.

Diese Frau ist schon über 60, aber der Traum ist sehr klar und bunt und wunderschön. Nichts, das am anderen Ende der Erde liegen würde, kein abgefahrener Luxus, es ist der Ausbau ihres ehemaligen Kuhstalls in eine kleine Wohnung...

 

Und sie hat die gleichen Hürden zu überwinden, wie ich auch. Wenn nur jemand da wäre, alleine habe ich nicht den Mut, kriege ich das in meinem Alter noch alles hin...

Und doch, die Augen leuchten, wenn sie erzählt, da ist ganz viel Mut und Freude und Lebendigkeit...

 

Es ist toll, wenn Träume so lebendig sind, so bunt, so gefüllt mit allem, was es braucht, um sich in Bewegung zu setzen.

Ich bin mir sicher, sie wird nicht aufgeben und immer wieder einen Schritt nähre auf ihren Traum zugehen. Und ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass sie die nöigen Begleiter dafür findet, um wieder eine Wegstrecke weiter zu gehen und ich wünsche ihr genügend Menschen, die sie in diesem Traum unterstützen, ihr helfen, daran zu glauben und auch an ihre eigene Fähigkeit, es zu schaffen...

 

Ich glaube ganz fest an sie!! :-))

Do

26

Apr

2018

schlechtes Timing?

Es ist Frühjahr, nein, eher Sommer... jedenfalls explodieren jetzt die Gärten - also die, die noch keine Modifikationen von Steinwüsten und minimalistischem Design sind. Und damit gibt es jede Menge dort zu tun, sprich schneiden, mähen, ausrupften etc.

Dieses Fieber hat auch mich erfasst - oder soll ich sagen, die Notwenigkeit hat mich gepackt, um nicht ganz einzuwachsen? Wie auch immer, auch ich schneide und versuche dem einen oder anderen wieder Form zu geben - oder es loszuwerden.

Seit Jahren wuchert vom Nachbarn eine extrem stachelige Brombeere über meinen Zaun und derer hat sich jetzt mein bester Kumpel angenommen...

Das ist toll! Ich brauche jetzt nur noch damit zu Wertstoffhof ...

Ja, und da stehe ich dann in der Schlange der wartenden vollbepackten Autos... Wohlbemerkt, es ist Mittwoch Nachmittag, kurz nach drei. Nach der zweiten Tonne frage ich mich, ob ich wohl ein schlechtes Timing hatte. Stand ich doch dort mit gefühlt 30 Rentnern um den Grüncontainer. Na ja, wer hat am Mittwochnachmittag schon Zeit??? Die jüngere und manchmal auch knackigere Ausführung von Gartenbezwingern tummelt sich eher am Samstagvormittag am Wertstoffhof... Wobei, das sind dann die Familienväter mit Einfamiliengarten, Singels in meinem Alter wohnen selten auf dem Dorf, meistens sind es auch keine Garteninhaber und.... ach, ich glaube mein Timing war doch ganz gut, denn die Brombeere ist entsorgt, ich kann meine Garten Tonnen wieder neu füllen und mich einfach überraschen lassen, wen ich das nächste mal am Grüncontainer treffe ;-))

Do

01

Mär

2018

Marc Aurel

 

 

Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an!

 

Dieses Zitat finde ich, als jemand der gerne und in letzter Zeit viel malt sehr, sehr schön. Da bin ich doch gedanklich gleich am rumklecksen :-)))

 

Wenn Deine Gedanken Farben hätten... wie hell und bunt wäre dann Deine Seele?

 

 

Di

27

Feb

2018

Vesta

Vesta ist eine römische Göttin, die u.a. für das Heim und vor allem das Herdfeuer "zuständig" war.

Gerade bei dieser Kälte hüte auch ich das Feuer in meinem Kachelofen und achte darauf, dass es nicht ausgeht - was eine kuschelig, wohlige Wärme in den Wohnräumen garantiert.

Nicht, dass das in unserer Zeit noch nötig wäre, schließlich haben wir ja alle Zentralheizung (ja, wir Glücklichen müssen einfach nur am Rädchen drehen!!!), aber es ist doch schön. Für mich bedeutet das gerade auch sehr viel mehr, als nur Wärme, es ist ein Stück Geborgenheit, es ist ein Stück Wohlfühlen, wenn man von der Kälte draußen nach drinnen kommt, ich fühle mich dadurch willkommen ...

Vielleicht ist es mir auch deswegen gerade so wichtig, weil mir während der Kur wieder einmal klar geworden ist, dass ich gerne Wohlfühlplätze schaffe, Orte, an denen sich liebe Menschen willkommen fühlen.

Deswegen "hüte" ich gerade meinen Herd - für mich, für meine Kinder, meine Freunde, meine Familie.

 

Was ist Euer Herdfeuer, das ihr hütet, um damit euch selber und andere zu "wärmen" in dieser oft so kalten Zeit....

Mi

21

Feb

2018

2. Chancen

Seit ca. 1 1/2 Jahren nehme ich sehr intensiv wahr, dass das Leben mir ganz gezielt 2. Chancen gibt. Bisher ausnahmslos mit Situationen, die mir Angst machen, die ich gerne vermeiden würde, mit denen ich alte und schlechte Erfahrungen verbinde.

In der ersten Instanz erlebe ich dann auch promt immer wieder den alten Horrorfilm mit allen Facetten, die es eben in der alten Version gab. Und irgendwie kommt dann innerhalb kürzester Zeit noch einmal eine ähnliche Grundsituation auf mich zu - die ich doch immer soooo gerne vermeiden oder doch umschiffen möchte. Mittlerweile weiß ich jedoch, dass es (auch wenn ich noch so viel Schiss davor habe und immer noch hadere...) meist einfach nur geniale Gelegenheiten sind, die ganze Sache neu zu kalibrieren. Genau so, wie beim Skifahren andere Skier, im Leben neue Verhaltens- und Herangehensweisen auszuprobieren und damit ganz neue Erfahrungen zu schaffen... Es ist anstrengend, jedes Mal wieder, aber langsam entwickelt sich eine feine Schicht von Vertrauen, dass das alles nur passiert, um eine andere Sicht auf die Dinge zu finden und neue Möglichkeiten, mit dem Leben umzugehen.

So hat auch diese 2. Kur ganz wunderbare neue Erfahrungen ermöglicht, für die ich sehr dankbar bin. Und vielleicht gelingt es mir auch noch in diesem Leben eine gewisse Gelassenheit zu entwickeln in Situationen, in denen ich bisher noch immer hysterisch herumflippe... wer weiß?! Das Leben hat ja soo viel in petto ;-))

Mo

19

Feb

2018

Zuhhören

In den letzten Tagen ist mir wieder sehr bewusst geworden, warum für mich die Meditation und Zeiten der Stille so wichtig sind. Wenn ich diese nicht habe, dann kann ich nicht zuhören - nämlich der Stimme in mir. Dann fällt es mir immer noch sehr schwer, den Kontakt zu meiner Intuition aufrecht zu erhalten. Vielleicht gelingt mir das irgendwann, aber momentan braucht es dafür noch den regelmäßigen Rückzug. Nur wenn es ganz still wird in mir, dann kann ich diese leise Stimme hören, die mir die nächste Weggabelung sagt, die nächste Idee schickt, den nächsten zarten Gedanken schenkt...

So schön es ist, in den Trubel des Lebens einzutauchen, so wichtig ist es für mich mittlerweile geworden immer wieder inne zu halten und zu schauen, ob ich noch auf meinem Weg bin oder mich vom Leben einfach nur mitreissen lasse.

Und was mir auch wieder bewusst geworden ist, dass ich die Wahl habe, beides zu tun... :-)) - und nicht nur das, ich kann mich jederzeit neu entscheiden!